Samstag, 7. November 2015

Wieso ich in den letzten Tagen auf Twitter so still war …

Ich eröffne einen Blog ja ungern mit einem solchen Thema, aber was muss, das muss. Ich werde es auch kurz machen, versprochen.

Bisher würde ich sagen, das ich ein hilfsbereiter Mensch war. Ich habe mein Auto für Ausflugsfahrten zur Verfügung gestellt, ohne Spritgeld zu verlangen, habe unentgeltlich Elektrogeräte verliehen bzw. verschenkt, die ich nicht mehr oder kaum noch brauchte (hätte ich ja alternativ auch zu Geld machen können). Ich habe hin und wieder auch meinen Geldbeutel geöffnet, und ausgeholfen, ohne eine Rückzahlung zu verlangen, und zu guter Letzt hatte ich mehr als nur einmal die berühmte Schulter zum ausheulen.

Ich schreibe das nicht, um mich dafür Feiern oder mir virtuell auf die Schulter klopfen zu lassen, diese Sachen waren für mich unter Freunden eine Selbstverständlichkeit.

Was mich allerdings wirklich mehr als ankotzt, ist die Tatsache, das die Menschen, denen ich geholfen habe, irgendwann der Meinung waren, das sie mich als Fußabstreifer benutzen können. Ich weiß nicht, ob ich den Eindruck erweckt habe, das ich so etwas mit mir machen lasse … selbst wenn … ich empfinde so etwas schlicht und einfach als respektlose Frechheit.

Letztes Wochenende ist es mir wieder einmal passiert. Es war nicht so schlimm wie manchmal in der Vergangenheit, es war auch nichts, worüber man nicht vernünftig hätte reden können. Es war jedoch der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.

Ich werde für mich nun die Konsequenz daraus ziehen, das ich in Zukunft meine Zeit und mein Geld ausschließlich meiner Familie widme, da ich dort das Gefühl habe, das auch geschätzt wird, was ich tue.

Was Twitter betrifft, werde ich dort auch in Zukunft ein bisschen ruhiger sein, und mich nicht mehr dem (zugegeben selbstauferlegten) Druck aussetzen, jeden Tag etwas lustiges Twittern zu müssen. Wenn ich Zeit, Lust und Muse habe, tue ich es, wenn nicht, dann nicht.

Anyway, Danke fürs Lesen, und euer Verständnis.

Cheers,
Rimi